Meine Empfehlungen

Meine Empfehlungen zu Filmen, Büchern, Musik u.a.:

Sehr sehenswerte Verfilmungen von äußerst lesenswerten Büchern sind z.B. (in alphabetischer Reihenfolge der Buchtitel):

  • > „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini (eine anmutende Geschichte über furchtbare Kindheiten in Afghanistan)
  • > „Emmas Glück“ von Claudia Schreiber (lustig und tragisch zugleich)
  • > "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" von Peter Hoeg (spannend)
  • > „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving (einem meiner Lieblingsautoren)
  • > „Headhunter“ von Jo Nesbo (dessen Buch „Kakerlaken“ und den dortigen „Helden“ Harry Hole ich allen Krimifans empfehle, sofern nicht ohnehin bekannt)

und aus neuerer Zeit:

  • > „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel (ein traumhaftes Buch und eine umso erstaunlichere Umsetzung in dem Film)
  • > "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" (ein lustiges Buch und eine sehr lustige Verfilmung)
  • > Hingegen fand ich die Verfilmung von "Der Medicus" zwar sehr ansprechend bebildert, aber nicht so gut wie das Buch von Noah Gordon (was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich das Buch bereits vor Jahrzehnten gelesen habe)
  • > "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green ist zwar ein "Jugendbuch", welches mich aber auch als Erwachsener sehr angeprochen hat. Die filmische Umsetzung ist zumindest in deren zweiten Teil sehr gut und insgesamt nah am Buch. Da es sich um eine Liebesgeschichte zweier lebensbeendend an Krebs enkrankter Jugendlicher handelt, überwiegen die traurigen Momente; also nicht unbedingt ein Film für einen "netten" Abend, aber trotzdem sehenswert. (Beim Stichwort "Jugendbuch" fällt mir natürlich auc h noch "tschick" von Wolfgang Herrndorf ein; jedenfalls lesenswert auch für Erwachsene und inzwischen auch mit einer tollen Verfilmung, s.u.)
  • > "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" von Francois Lelord habe ich ebenso wie die anderen Bücher ("Hector und die Geheimnisse der Liebe" und "Im Durcheinanderland der Liebe") seinerzeit mit viel Freude gelesen; die Verfilmung der Suche nach dem Glück ist selbst als "Ablenkung" bei einem langen Flug bei weitem nicht so gut, wie das Buch. Muss man nicht gesehen haben. Was man sich aber sehr gut ansehen kann, und ich damals als Buch auch flott weggelesen habe, ist "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling. Den schon etwas älteren Film habe ich vor kurzem auf DVD gesehen und war ganz angetan.
  • > "Tschick" von Wolfgang Herrndorf, ist nicht nur ein sehr lesenswertes (Jugend-)Buch (s.u.), sondern die filmische Umsetzung von Fatih Akin auch sehr sehenswert.

_________________________________________________________________________________________


Womöglich gibt es auch Verfilmungen der nachfolgenden Bücher, die ich aber nicht gesehen habe. Diese Bücher sind jedoch – neben den oben genannten – weitere Favoriten meiner Buchempfehlungen (ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge der Buchtitel):

  • > „Das Spiel des Engels“ von Carlos Ruiz Zafón (für Menschen mit Freude an phantastischen Geschichten)
  • > „Der Trafikant“ von Robert Seethaler (über couragierte Menschen in furchtbaren Zeiten)
  • > „Deutschboden“ von Moritz von Uslar (über „schreckliche“ Menschen und den Versuch, sie zu verstehen)
  • > „Die dunkle Seite des Mondes“ von Martin Suter (von ihm verpasse ich kein neues Buch)
  • > „Die souveräne Leserin“ von Alan Bennet (für alle Englandfans)
  • > „Die 13 ½ Jahre des Käpt´n Blaubär“ von Walter Moers (für die, die jung geblieben sind)
  • > „Fast Genial“ von Benedikt Wells und
  • > „Hearthland“ von Joey Goebel (wenn´s mal nicht Irving, aber genauso lesenswert sein soll)
  • > "Gott Bewahre" von John Niven (jedenfalls für alle, die schmunzelnd mal darüber nachdenken wollen, was Jesus heutezutage erleben könnte)
  • > „Kafka am Strand“ von Haruki Murakami und
  • > „Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq (man mag staunen, aber beide vorgenannten Autoren habe ich erst sehr spät für mich entdeckt)
  • > „Löwe in Aspik“ von Gerhard Mensching (ein „kleines“ und sehr humorvolles Buch)
  • > „Mehr Bier“ von Jakob Arjouri (wer kernige Krimis mag, sollte alle Krimis von ihm lesen, oder hat es bereits getan)
  • > „Schneller als der Tod“ von Josh Bazett (für Krimifreunde schneller Worte)
  • > „Verrückt in Alabama“ von Mark Childress (ein wahrhaft verrückte Geschichte; ein Muss für Freunde abstrußer Details)

Wie man womöglich bereits ahnt, lese ich für mein Leben gerne. Einer Dankeskarte habe ich den sehr passenden Spruch von Heinrich Heine entnommen:

"Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste".

In diesem Sinne berichte ich nachfolgend und fortlaufend von den von mir zuletzt gelesenen Büchern: "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain ist eine schöne Geschichte über das (Nicht-)Ankommen in der Ferne. Ein sehr amüsantes Buch ist "So was von da" von Tino Hanekamp, sicherlich mit vielen deja vus für Menschen, die zu einer gewissen Zeit in Hamburg gelebt haben. Gerne kaufe ich meine Bücher in einem der Ladengeschäfte der Buchhandlung "Stories" in Hamburg, nicht nur wegen der guten Beratung, sondern auch wegen der netten Atmosphäre vor Ort. Zuletzt habe ich von dort empfohlen bekommen: "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" von Alex Capus (ein richtig toller Roman). Danach habe ich gelesen "Almen und die Dahlien" von Martin Suter (und bin schon gespannt auf die sich am Ende abzeichnende Fortsetzung). Anschließend hat mich "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce im wahrsten Sinne des Wortes "bewegt". Sehr kurzweilig war "Blinde Vögel" von U. Poznanski zu lesen, nach "Fünf" der zweite spannende Krimi aus der Reihe mit den beiden Salzburger Hauptakteuren. Ein sehr, aber nicht nur, lustiges Buch - inbesondere die Segelgeschichte ab Seite 172 hat es mir sehr angetan - ist: "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" von Joachim Meyerhoff, unbedingt lesenswert. Nachdem ich das "Washington-Dekret" von Adler Olsen ziemlich "flach" fand, habe ich den fünften Krimi aus der Reihe mit dem Sonderdezenat Q, "Erwartung" verschlungen, da er bis zum Ende sehr spannend ist (zumindest von dem ersten Buch dieser Reihe gibt es auch eine sehr sehenswerte Verfilmung). Danach habe ich einen "alten" Krimiklassiker erneut gelesen. Die von Thomas Müller sehr ansprechend illustrierte Fassung von "Der große Schlaf" von Raymond Chandler habe ich bei der Büchergilde Gutenberg erworben, in der ich schon seit 1990 Mitglied bin. Mit dem Roman "Kanada" von Richards Fords wurde ich nicht so richtig warm. Dasselbe galt für die Romane von Jonathan Franzen, sowohl "Freiheit" als auch "Die Korrekturen" haben mich nicht gepackt bzw. habe ich nicht gepackt. Hingegen war der neueste Krimi von Arne Dahl "Bußestunde" sehr spannend zu lesen. Der vermeintlich schleppende Anfang löste sich am Ende dann sehr stimmig auf. Auch ein weiteres (s.o.) Buch von Joachim Meyerhoff "Alle Toten fliegen hoch - Amerika" kann man gut an zwei Abenden lesen. Leider habe ich nach 202 von 431 Seiten aus dem "zweiten" Buch von Rachel Joyce "Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte" aufgegeben, da es m.E. nicht so gut ist, wie das "erste" (s.o.). Hingegen ist das "Folgebuch" "Die Analphabetin, die rechnen konnte" von Jonas Jonasson nach "Der Hundertjährige, der ..." durchaus lesenswert, auch wenn Ideen und Stil an das erste Buch erinnern. Erstaunt habe ich feststellen können, dass auch der neue Krimi mit Harry Hole (s.o.). von Jo Nesbo (Koma) schlüssig und spannend anschließt an die vorherigen Krimis aus dieser Reihe. Man darf gespannt sein auf die sich am Ende abzeichnende Fortsetzung. "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes ist ein richtig dicker Schinken, der sich aber recht flott lesen läßt. Insgesamt eher seichte Literatur. Die Geschichte erinnert ein bischen an "Ziemlich beste Freunde", dessen Verfilmung ich gerade auf DVD noch einmal gesehen habe (ein schöner Film). "San Miguel" von T.C. Boyle läuft derzeit "parallel" zu anderen Büchern, ich bin gespannt, ob mich Inhalt und Text noch packen wird. (Zwischendurch und als kleine Entspannung habe ich an zwei Abenden auf Empfehlung "Mr. Majestyk" von Elmore Leonard gelesen, ein Krimi mit einer kurzen, klaren Geschichte und ebensolchen Worten; in die selbe Richtung geht und ebenfalls innerhalb der Hin- und Rückfahrt von Hamburg nach Berlin zu lesen ist "Irgendwann gibt jeder auf" von Richard Stark, eine Geschichte ohne Umschweife; und nun, der selben Empfehlung sei Dank: "Gottes vergessene Stadt" von Thomas Ross, sprachlich deutlich komplexer als die beiden vorgenannten Krimis). Sehr unterhaltsam war - auch für zwischendurch: "Wäre ich Du, würde ich mich lieben" von Horst Evers; lauter schöne Beobachtungen sprachlich fein beschrieben. "Am zwölften Tag" von Wolfgang Schorlau, dessen Krimis immer wieder spannende, politische Hintergründe haben (bei diesem Thema - "politische Hintergründe in spannenden Krimis" - fällt mir als Autor natürlich auch Ulrich Ritzel ein, von dem ich zuletzt "Beifang" gelesen und für gut befunden hatte), sollte man nicht lesen, wenn man gerne in Tiermast produzierte Tiere isst. Auch mein zweites (s.o.) Buch von Haruki Murakami ("Die Pilgerreise des farblosen Herrn Tazaki") hat mich nicht losgelassen, ein sehr lesenswerter Roman. Auch "Neid" von Arne Dahl, einem weiteren meiner Krimi-Lieblingsautoren aus Skandinavien (neben Anne Holt; Häkan Nesser; Äke Adwardson; Stieg Larsson und - natürlich - dem "Altmeister" Henning Mankell), ist sehr spannend. Es handelt sich um den dritten Fall des Opcop-Teams mit Paul Hjelm. "Finnen von Sinnen" von Wolfram Eilenberger ist ein kurzweiliges, weil amüsantes Buch, welches mein Interesse an einem Besuch in Finnland geweckt hat. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob dies von Finnen ebenso gesehen wird (oder es diesem Buch ebenso geht, wie einem ebenfalls von mir gern gelesenen Buch "Maria, ihm schmeckts nicht" von Jan Weiler; dazu ist mir von Italienern berichtet worden, die darüber - und über die Verfilmung - nicht lachen konnten, weil zu sehr pauschalierend, sprich "platt". Sehr "einfach" ist auch "Das Pubertier" von Weiler, welches man sogar in 3 Stunden gut durchlesen kann, aber nicht muss). Der zweite Band aus der Reihe des Opcop-Teams ("Zorn" von Arne Dahl) hat mich nicht überzeugt; einer der Erzählstränge ist mir deutlich zu konstruiert und dass und wie dieser dann auch noch mit dem anderen Strang verwoben ist, erscheint wenig plausibel. "Stoner" von John Williams ist ein "alter" Roman, der zu Recht wieder entdeckt wurde, lesenswert. "Unterhaltung" von Friedrich Ani wird seinem Titel vollstens gerecht; ein Kurzgeschichtenband - mit rotem Lesefaden - der im besten Sinne für Zwischendurch, z.B. die Überbrückung von Wartezeiten geeignet ist. Nun ist endlich (s.o.) "Almen und die verschwundene María" von Martin Suter rausgekommen; er (Martin Suter) kann einfach schreiben und - im positiven Sinne - unterhalten. Die ca. 200 Seiten kann man gut an einem Wochenende lesen. "Ostfriesen Killer" von Klaus-Peter Wolf kann man lesen, muss es aber nicht, d.h. die weiteren Folgen aus dieser Reihe werde ich wohl verpassen. (Apropos "Reihe": Auf die ersten ca. 20 Krimis von Donna Leon habe ich gewartet, die nächsten 5 dann noch gelesen und nunmehr aber schon seit längerer Zeit nichts mehr; hingegen sind die Krimis von Fred Vargas immer noch faszinierend, vielleicht auch, weil nicht jedes Jahr ein neues Buch herauskommt, hiervon gibt es übrigens auch einige sehr spannende Verfilmungen). Auch "Süden" von Friedrich Ani (s.o.) ist einfach "anders", der Autor hat seinen ganz eigenen und jedenfalls lesenswerten Stil. Auch ein weiteres Buch aus der "Parker-Reihe" von Richard Stark (s.o.): "Verbrechen ist Vertrauenssache" kann man an zwei/drei Abenden mal zwischendurch lesen. Auch (s.o.) "Léon und Louise" von Alex Capus ist ein wunderbares Buch. Ich hatte es vor längerer Zeit schon einmal in der Hand, aber nicht gelesen, womöglich weil mich eine Liebesgeschichte nicht ansprach. Nun bin ich aber seit "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" sehr angetan von seinem Schreibstil. Auch das o.g. Buch ist wort- und bilderreich geschrieben und einfach toll. Auch "Fette Ernte" von Thomas Ross ist ein flott lesbarer Krimi. Mein erster - und wahrscheinlich auch letzter - Western: "Deadwood" von Pete Dexter soll laut Aussage von vielen Westernfans sehr ungewöhnlich sein. Ich muss feststellen: (Leider) nicht mein Genre, weder als Buch, noch als Film. "Unruhe" von Jesper Stein soll laut Klappentext "Der" Krimibestseller aus Dänemark sein; na ja. Dies mag aufgrund des dänischen Hintergrundes der Geschichte in Dänemark der Fall sein, mir war er nicht spannend genug und zu sehr Hauptdarstellerbezogen. "Friedhof der Unschuldigen" von Andrew Miller ist ein lesenswerter historischer Roman aus der Zeit kurz vor der französischen Revolution. "Bretonisches Gold" von Jean-Luc Bannalec ist leichte/seichte Krimikost. Entsprechend den Ankündigungen geht es eher um die in der Tat netten Beschreibungen von Land, Essen und Leuten, denn um die Spannung. (zu der vorgenannten Kategorie gehören zB auch die "Krimis" von Petra Oelker, von denen ich viele und dann vorrangig wegen der Beschreibungen der historischen Situation in Hamburg gelesen habe; und da ich gerade dabei bin. Auch die "Krimis" mit Kommissar Kluftinger der Autoren Kobr und Klüpfel kann man lesen, nach meinem Eindruck waren jedoch die ersten 2-3 Bände die lustigsten.)  "Hundert Tage" von Lukas Bärfuss ist ein sogenannter "politischer Roman". Er schildert eindringlich - und lesenswert - die sehr persönliche "Teilnahme" eines Schweizer Diplomaten an den Völkermorden in Ruanda in den neunziger Jahren. Das neueste Buch von Bernhard Schlink: "Die Frau auf der Treppe" kann man sehr zügig lesen. Dabei fällt mir wieder ein, dass ich auch die meisten der vorhergehenden Bücher von ihm gelesen habe, und zwar gerne. Neben dem "Klassiker" ("Der Vorleser", von dem es nach meiner Erinnerung auch eine durchaus sehenswerte Verfilmung gibt), hatten es mir insbesondere die Bücher aus der Reihe "Selbs-" angetan. Ein guter Schriftsteller mit einer für einen Juristen sehr sympathisch unjuristischen Sprache (ein kleiner Teil der Geschichte aus "Die Frau auf der Treppe" hat mich dabei an das Buch "Patentöchter" von Julia Albrecht und Corinna Ponto erinnert, welches ich schon vor einiger Zeit und mit großem Interesse gelesen habe). Das neueste Buch von Robert Seethaler (s.o.) "Ein ganzes Leben" ist lesenswert. Seethaler schreibt so plastisch über "fremde" Lebensgeschichten, dass man beim Lesen meint, selbst dabei zu sein. "Galveston" von Nic Pizzolatto gehört laut Klappentext zu dem Genre "Krimi Noir". Ich würde dies übersetzen mit "Knallharte, aber verletzliche Helden kämpfen allein - und nur gegenüber den Bösen dann aber auch deutlich unfair - jedenfalls aber für eine gute Sache" (die Fachwelt findet andere Worte). Jedenfalls ein guter Krimi. Dann habe ich mich noch einmal - s.o - an "San Miguel" versucht; leider wieder ohne Erfolg, d.h. ich lege das Buch jetzt zur Seite. Auch die Autoren Hjorth & Rosenfeldt (skandinavische Krimiautoren, die in meiner obigen Aufstellung der "guten" Autoren noch fehlten) haben mit dem Hauptakteur (Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann) bereits in den vorhergehenden Büchern eine überraschend unsympathische Figur geschaffen. Auch "Das Mädchen, das verstummte" ist spannend geschrieben; die Autoren verstehen ihr Geschäft. Im Anschluss habe ich innerhalb weniger Tage "Der Sohn" von Jo Nesbo gelesen. Spannend und kurzweilig. Ich bin gespannt, ob die in diesem Buch "angelegten" Personen in einer Fortsetzung weiterleben werden; es böte sich an. Auch der 5. Roman aus der Reihe von Volker Kutscher ("Märzgefallene") ist ein "historischer" Krimiroman und spielt in den 30er Jahren in Berlin. Auch wegen der sehr eindrücklichen Schilderungen des "Alltags" der damaligen Zeit sind die Bücher lesenswert. "Es war mir ein Vergnügen" von Henning Venske ist eine gut lesbare, aber nicht immer "vergnügliche" Biographie. Spannend fand ich die Kindheits- und Jugenderlebnisse sowie die Sicht eines konsequent politisch denkenden Menschen auf die politische Geschichte Deutschlands. Nicht immer folgen konnte ich den teilweise sehr detaillierten Schilderungen "wer mit wem wo wie was" aufgeführt hat, da fehlten mir leider der Bezug oder eben 25 Jahre. Einer ungewollt langen Wartezeit auf einem Flughafen und der Empfehlung einer Buchhändlerin folgend habe ich mich dann an dem Erstlingswerk "Place de ´l Etoile" des letztjährigen Nobelpreisträgers für Literatur, Patrick Modiano versucht. Nicht nur auf den ersten Eindruck: Keine ganz einfache Kost, d.h. anspruchsvolle Literatur-Literatur. Als anschließende Entspannung meinte ich dann "Passagier 23" von Sebastian Fitzek zu lesen. Man kann dieses Buch in der Tat an einem Tag durchlesen, mE ist aber der durchaus spannende Plot schon zu Beginn viel zu konstruiert. Mich hat das Buch - und der Schreibstil des Autors - nicht überzeugen können. Auch das neue Buch von Martin Suter: "Montechristo" ist ein "echter" Suter, d.h. eine spannende Geschichte flott lesbar. Ebenfalls gut zur Entspannung und in kleinen Kapiteln genießbar ist "Vom Aufstieg und anderen Niederlagen", zusammengestelle Interviews, die Giovanni di Lorenzo mit ganz unterschiedlichen Personen geführt hat. "Cabo De Gata", ein neuerer Roman von Eugen Ruge (dabei fällt mir ein, dass ich das "berühmteste" Buch dieses Autors - "In den Zeiten des abnehmenden Lichts" seinerzeit sehr lesenswert fand) ist ein eher "seichtes" Buch; nett geschrieben mit allerdings überschaubarem Inhalt. "Feuer in Berlin", der ersten Teil der Berliner Trilogie von Philip Kerr fand ich gut und die Kriminalgeschichte erinnert nicht nur wegen der Zeit, in der sie spielt, an die ebenfalls guten Krimis von Volker Kutscher (s.o.). Der zweite Teil: "Im Sog der dunklen Mächte" ist eindeutig eine zu sexualtherapeutenlastige Geschichte. Durch den dritten Teil: "Alte Freunde, neue Feinde", welcher vorrangig in Wien ab 1947 spielt, habe ich mich "durcharbeiten" müssen, d.h. beim nächsten Mal würde ich es nach dem ersten Teil bewenden lassen. Bei "Wie der Soldat das Grammofon repariert", einem Roman von Sasa Stanisic, habe ich beim ersten Teil einen Moment gebraucht, um mich an den - jugendlichen - Erzählstil zu gewöhnen. Die Schilderung der persönlichen Eindrücke eines Jugendlichen im verfallenden Jugoslawien Anfang der 90er Jahre ist jedenfalls sehr lesenswert. "Das Geld war schmutzig", der Dritte Teil einer Trilogie um den Hauptdarsteller Parker von Richard Stark (s.o.) ist ein kurzweiliger Krimi, den man gut an einem verregneten Wochenende lesen kann. "gibt es alles oder nichts" von Jim Holt, laut Untertitel eine "philosophische Detektivgeschichte", ist ein - anspruchsvolles, aber gut lesbares - Sachbuch. Das neueste Buch von Adler Olsen "Verheissung" hat mich nicht richtig überzeugt. Olsen schreibt zwar weiterhin sehr flott lesbar, die Geschichte ist aber nicht überzeugend und stark konstruiert. Vielleicht ist das ermittelnde Team auch einfach "durch". Wer Interesse an der historischen Person "Jesus" hat und dazu ein wissenschaftliches, aber sehr gut lesbares "Geschichtsbuch" lesen möchte, dem empfehle ich "Zelot - Jesus von Nazareth und seine Zeit" von Reza Aslan. "Das Fest der Bedeutungslosigkeit" von Milan Kundera kann man in zwei Tagen gut lesen, muss es aber nicht. An das Buch von ihm ("Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins") habe ich nur noch ganz blasse Erinnerungen, das neueste Werk ist sehr blass. Der politische Krimi von Adrian McKinty "Der Katholische Bulle" spielt in Belfast in Jahre 1981 und ist eine spannende und gut geschriebene Geschichte, aus "Gott sei Dank" (?!) dort nicht mehr so aktuellen Zeiten. Während des Urlaubs habe ich zwei sehr lesenswerte Bücher gelesen. Zunächst "Tender Bar" von J.R. Moehringer, zwar nicht (ganz) wie John Irving, aber auch sehr gut geschrieben und mit einer lesenswerten Lebensgeschichte über das Großwerden eines Jungen/Mannes. Der Titel verrät es bereits, es spielt sehr viel in einer Bar, in Long Island. "1Q84" sind auch als Taschenbuch (und mit allen drei Romanen) mehr als 1000 Seiten. Haruki Murakami schafft es jedoch immer wieder (s.o.), Geschichten zu erzählen, die mich zum Weiterlesen zwingen, so dass der Umfang nicht abschreckt oder die Geschichte lang wirkt. Im Gegenteil: Zwei Geschichten sind geschickt miteinander verknüpft und bilden überaus lesenswert die eigentliche und sehr phantasievolle Geschichte; typisch Murakami möchte man meinen. "Makarionissi oder die Insel der Seligen" von Vea Kaiser fand ich erst deutlich zu "plätschernd". Dies mag aber mit dem Anspruch der beiden zuvor gelesenen Büchern zusammenhängen. Inzwischen schließe ich zumindest nicht mehr aus, auch das viel gepriesene Buch "Blasmusikpop" der selben Autorin einmal zu lesen. Dann habe ich mal wieder an einem "Sachbuch", nämlich an "Das Kapital im 21. Jahrhundert" von Thomas Piketty versucht . (Leider) nicht nur mein erster Eindruck: Ganz schön wissenschaftlich, und deutlich anders als "Das Kapital - Ein Plädoyer für den Menschen" von damals noch Bischof, nunmehr Kardinal Reinhard Marx, welches ich bereits vor einiger Zeit gelesen habe, ohne dass es bleibenden Eindruck hinterlassen hätte. (Zwischendurch habe ich auf einer sehr langen Zugfahrt "Gefährliche Geliebte" von Haruki Murakami gelesen, und zwar in der Erstübersetzung, die seinerzeit zum Streit im Literarischen Quartett geführt haben soll. Ich weiß nicht, ob die neue Übersetzung besser ist. Die von mir gelesene Fassung war das erste Buch von Murakami, welches mich weder von der Geschichte, noch von der Sprache her mitreißen konnte.) Ebenfalls "zwischendurch" habe ich jetzt auch "Orang Utan Klaus" von Helge Schneider gelesen. Nachdem ich schon vor vielen Jahren bei einem Konzert in der alten Fabrik feststellen konnte, was für ein toller (und schräger) Musiker Herr Schneider ist, passt dieses Buch ziemlich gut zu ihm. Man wird es mögen (so wie ich), oder aber nur den Kopf schütteln. "Der Diestelfink" von Donna Tartt ist ein sehr langer Roman (über 1000 Seiten), mit ganz unterschiedlichen "Phasen". Die Geschichte ist auf den ersten 100-200 Seiten sehr gefühlvoll. Dann entwickelt sich die Lebensgeschichte des Hauptakteuers im weiteren Verlauf sehr spannend, wird dann aber zwischenzeitlich etwas langatmig und nimmt zum Ende wieder richtig Fahrt auf, um dann ganz am Ende wieder sehr gefühlsbetont zu werden. (Normaler Weise lese ich nicht zwei Bücher parallel. Zwischendurch hatte ich aber für 3 Tage die Möglichkeit, "Verschwörung" von David Lagercrantz (nach Stieg Larsson) zu lesen, und habe dieses Buch auch innerhalb von 3 Abenden bzw. Nächten durchgelesen. Nachdem ich aufgrund der Vorgeschichte (Streit zwischen Erben und Lebensgefährtin des verstorbenen Larsson) eher skeptisch war, dieses Buch zu kaufen, kann ich es aber jedem zum Lesen empfehlen, der die Triologie von Larsson auch fesselnd fand. Die Hauptcharakteure bzw. deren "Geschichte" wird nahtlos und stimmig fortgesetzt. Die Geschichte ist wirklich spannend und gut geschrieben, auch wenn sie nicht ganz die "Dichte" der vorhergehenden Triologie erreicht. "Blasmusikpop" (von Vea Kaiser, s.o.) habe ich zwischenzeitlich das zweite Mal begonnen und lege es nunmehr endgültig weg; die Geschichte und der Schreibstil spricht mich nicht an. Weihnachten 2015 sei Dank, hatte ich wieder eine ganze Auswahl von Büchern zum Lesen liegen. Das erste davon, "Ach diese Lücke, die entsetzliche Lücke" von Meyerhoff (s.o.) fand ich leider enttäuschend. Vielleicht ist mir dieses Buch im Vowege zu sehr gelobt worden oder finde ich die ersten beiden (s.o.) einfach deutlich besser. Ich hatte bei den - mir fremden - "Schauspielschulgeschichte(n)" zunehmend das Gefühl, dass es dem Autor nicht um mich als Leser geht, sondern mehr um "seine" Geschichte. Auch das zweite Weihnachtsbuch, "Takeover - Und sie dankte den Göttern ..." von Adler Olsen (s.o.), das bereits 2003 im Original veröffentlicht wurde, ist eine große Enttäuschung. Es soll sich um einen "Thriller" handeln. Die Geschichte ist aber - mit Verlaub - "hohl" und bestätigt meine Befürchtung, dass es eins der Bücher von berühmt gewordenen Autoren ist, die "nachgeschoben" werden. Mich hat das vermeintlich spannende Ende nicht mehr interessiert, sondern ich habe das Buch nach gut 400 Seiten weggelegt. Hingegen ist auch der neue Krimi von Wolfgang Schorlau (s.o.): "Die schützende Hand" sehr spannend und erschreckend realistisch. Es geht um die Hintergründe eines gerade hochaktuellen Strafverfahrens. Lesenswert. Auch mein letztes "Weihnachtsbuch": "Die Menschen, die es nicht verdienen", dem neuen Krimi der Autoren Hjorten&Rosenfeldt (s.o.) war dann alles andere als eine Enttäuschung. Sehr spannend geschrieben; die Autoren verstehen ihr Handwerk. Das neue Werk von Jo Nesbo: "Blood on snow - Der Auftrag" spielt nicht nur in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, sondern hat auch einen ganz eigenen, "alten" Schreibstil. Nicht uninteressant; jedenfalls mal was anderes. Das hochgelobte und derzeit auch in den Bestsellerlisten oben auftauchende Buch "Auerhaus" von Bov Bjerg ist zwar ein Jugendbuch?!, aber - beinahe wie "tschik" (s.o.) - auch für Erwachsene sehr lesenswert. Immer mal wieder kapitelweise zwischendurch ist sehr informativ zu lesen das "Altona & Ottensen Buch" von Jörn Tietgen. Gerade für jemanden, der schon seit Jahrzehnten in diesen Vierteln unterwegs ist, gibt es viele neue und interessante Informationen. Der neue Roman von Peter Hoeg (s.o.): "Der Susan-Effekt", ist von der Sprache und von der Geschichte her "besonders" und lesenswert. Es ist eine Mischung von sehr persönlichen Schilderungen der Hauptdarstellerin und einer Science-Fiktion (oder nicht?) - Geschichte. Auch der neueste Krimi von fred Vargas (s.o.) "das barmherzige fallbeil" ist erfrischend anders bzw. "gleich". Man freut sich wieder einmal - quasi wie von einem alten Bekannten - etwas von dem Kommissar Adamsberg zu hören. Ich hatte weiter oben bereits einmal positiv erwähnt, dass der Autorin zugute kommt, dass sie nicht "in Reihe" schreibt. Wer Krimis mit leicht mystischen Elementen mag, wird Vargas mögen. Auch "BLOOD ON SNOW - Das Versteck", dem zweiten Teil des neuen Dreiteilers von Jo Nesbo (s.o.) ist spannend und gut lesbar. Kurze und meist auch sehr kurzweilige Geschichten von Elke Heidenreich liest man in ihrem Buch "Alles kein Zufall". Manchmal bleibt einem allerdings das Schmunzeln im Hals stecken, insbesondere bei den Schilderungen ihrer sehr "harten" Mutter. "Das Ende der Einsamkeit" ist das zweite tolle Buch, dass ich von Benedict Wells (s.o.) lese. Dieser - junge - Mann kann einfach gut schreiben und hat auch was zu erzählen. Eins der wenigen Bücher, bei denen ich "gezwungen" war, täglich weiter zu lesen. Das neue Buch von John Irving (s.o.): "Straße der Wunder", ist ein "echter" Irving: eine bzw. mehrere miteinander verbundene Geschichten mit abtrusen und sehr genau geschilderten Details, lesenswert. Zwischendurch hatte ich von einer Mandantin "Altes Land" von Dörthe Hansen geschenkt bekommen (vielen Dank noch einmal). Ich kenne kaum jemanden, der dieses Buch noch nicht gelesen hat, und war daher zunächst etwas skeptisch. Diese Skepsis hat sich aber gar nicht bestätigt. Das Buch lässt sich - trotz? oder gerade wegen? der äußerst kritischen Schilderungen eines bestimmten Ottenser Menschenschlages - sehr flott lesen. Auch die Szenen auf dem Land kommen mir, als gebürtigem "Landei", ebenfalls recht plausibel vor. Also: Ein nettes, "kleines" Buch. In die selbe Richtung ("Nettes, kleines Buch") gehen meine Eindrücke von "ATLAS DER UNENTDECKTEN LÄNDER" von Dennis Gastmann. Der Mann kann beobachten, hat vieles erlebt und kann dies auch noch sprachlich fein schildern. Wer - so wie ich - nicht nur gerne liest, sondern auch noch gerne reist, hat hier einen amüsanten Reisebegleiter. "Längengrad" von Dava Sobel ist nicht nur sehr interessantes, sondern auch sehr gut lesbares Sachbuch. Jeder, der sich für die "Seefahrt" interessiert, wird dieses Buch wahrscheinlich schon gelesen haben. Man kann es aber auch gut lesen, wenn man kein Fachinteresse an derartigen Themen hat. "Willkommen in Night Vale" von Joseph Fink und Jeffrey Cranor ist laut Klappentext ein Buch mit "dem Schauder alter Geistergeschichten". Es enthält dann Formulierungen wie: "Die Vogelspinne hatte kehrtgemacht und krabbelte Catherines Oberarm herunten. Es wäre nett, ein Tier im Büro zu haben, fand Diane. Einen Goldfisch zum Beispiel. Würde sie sich an ihrem Schreibtisch um einen Goldfisch kümmern können? Goldfische machen viel Lärm und man musste sie jede Woche mit Mäusen füttern, dachte Diane". Vielleicht liegt es an der Übersetzung, vielleicht bin ich - neben Western, s.o. - einfach kein Fan von geschriebenen Schaudergeschichten, ich habe jedenfalls nach gut einem Drittel der 378 Seiten aufgegeben. "Vielleicht Esther" von Katja Petrowskaja ist eine persönliche und gerade deshalb auch historisch sehr lesenwerte Familiengeschichte. In kleinen Kapiteln und toller Sprache schildert die Autorin ihre bzw. die jüdische und ukrainische Geschichte ihrer Familie. "Panikherz" (von Benjamin von Stuckrad-Barre) ist ein unterhaltsam geschriebenes Buch, in dem es - der Titel deutet es bereits an - auch um "Udo" (Lindenberg) geht. Es ist viel die Rede von einer bestimmten Musik- und Kulturwelt. Vorrangig geht es aber um die sehr persönliche Biographie des Autors und seine "Drogengeschichte", die zum Ende (des Buches) leider "zäh", sprich langatmig wird. 100 Seiten weniger hätten diesem Buch nicht geschadet, trotzdem lesenswert. "Ein untadeliger Mann" von Jane Gardam handelt von einem Rechtsanwalt der "Krone". Damit gar nicht erst ein falscher Eindruck entsteht. Es ist ein so toller Roman auch bzw. gerade für Nicht-Juristen, das ich mir gleich den zweiten Teil der Trillologie "Eine treue Frau" gekauft, aber noch nicht gelesen habe. Im Übrigen enthält der erste Roman eine womöglich nicht ganz unpassende Beschreibung meiner "Zunft": "Ja. Du wirst Anwalt. Großartiges Gedächtnis. Ein Sinn für Logik, keine Phantasie und kein Verstand". Gut schreiben kann auch Heinz Strunk. "Fleisch ist mein Gemüse" fand ich dazu seinerzeit auch noch sehr unterhaltsam. Nun habe ich gerade "Der goldene Handschuh" gelesen, und die "Story" lässt mich irritiert zurück. Wenn die - einzige - Nachricht sein soll, dass es perverse und kranke Menschen auch in der "Oberschicht" gibt, wäre dies m.E. nicht weiter erzählenswert. Die sehr detaillierten Schilderungen der "kranken" Gedanken und Handlungen der beteiligten Personen fand ich vorrangig abstoßend und auch daher nicht lesenwert (umso mehr erstaunen mich die lobenden Klappentexte und die Tatsache, dass der von mir sehr geschätzte Fatih Akin die Filmrechte gekauft hat). "Das größere Wunder" von Thomas Glavinic ist ein "richtiger" Roman. Es geht um eine rückblickende Lebensgeschichte eines Mannes, der in seinem Leben vieles gesucht und ebenso viel erlebt hat. Gut geschrieben und nur der Inhalt wird ganz am Ende etwas "verwunderlich", aber vielleicht hätte ich den Titel ernst nehmen sollen. Bei "Der Pfandleiher", einem offensichtlich auch wieder entdeckten Buch aus dem Jahre 1961 des jung verstorbenen Autors Edward Lewis Wallant, handelt sich zwar um keinen weitereren "Stoner" (s.o.), auch wegen der doch sehr "alten" Sprache, es ist aber dennoch eine lesenswert bedrückende Geschichte eines Überlebenden des Holocaust, der in New York als Pfandleiher tätig ist. Ich hätte mir gewünscht, dass die direkten Rückblicke noch mehr Raum erhalten hätten. Zwischendurch habe ich "Nicht lang schnacken! Hamburg ein Heimatbuch" von Tania Kibermanis gelesen und doch wieder einmal einiges über einige Stadtteile / Institutionen Hamburgs dazu gelernt. Nett geschrieben. Auch der neueste Roman von Alex Capus: "Das Leben ist gut", ist gut. Die Geschichte ist dieses Mal zwar etwas übersichtlicher (es geht um das "gute" Leben eines schreibenden Barbesitzers) und ganz zum Ende hin wäre etwas mehr Inhalt nicht schlecht gewesen. Aber die Sprache des Autors ist einfach sehr schön. Ich bin (s.o.) ein großer Fan der Schreibe von Herrn Capus. Die Geschichten fließen einfach so dahin. "Eine treue Frau" von Jane Gardam (s.o.).  ist der zweite Teil der von drei Seiten beschriebenen Geschichte, dieses Mal aus der Sicht der Frau. Nachdem ich zunächst "nur" etwas irritiert darüber war, dass sich die Geschichten nur partiell überschneiden, geht die Geschichte irgendwie nicht "auf". Zwar liest sich auch dieser Teil einfach gut, d.h. Frau Gardam kann gut schreiben. Aber mir hat die erste Geschichte deutlich besser gefallen. Sie war irgendwie stringenter, so dass ich ins Grübeln gekommen bin, ob ich mir den dritten Teil noch gönne. Während ich überlege, welches der nachstehenden Bücher ich als nächstes anfange, habe ich mir zur "Überbrückung" ein weiteres Buch von Friedrich Ani (s.o.) gekauft: "Der namenlose Tag" hat den Deutschen Krimipreis 2016 gewonnen und ich verstehe gut, warum. Mein Eindruck: Ani schreibt spannende Geschichten einfach anders, und gut. "Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef" von Richard C. Morais, soll laut Klappentext "unbestritten der beste Roman über die Welt des Kochens" sein. Oha, da möchte ich aber nicht wissen, wie die anderen Romane über die Welt des Kochens sind. Dieses Buch "plätschert" so vor sich hin. Wenn ich nicht auch so gerne und gut essen würde, wäre es wohl auf dem an sich sehr kleinen "Nicht-Zu-Ende-gelesen"-Haufen gelandet. Gestern (10.07.2017) habe ich auf ARD die Verfilmung gesehen. Die ist deutlich besser als das Buch (was ich zB auch über "Einer flog übers Kuckucksnest" gedacht habe: Film super, Buch schlecht). Der Film ist eine herrliche - jedenfalls bei entsprechender Gemütslage - Liebes- und Familienschnulze u.a. mit Hellen Mirren als eine der Hauptdarstellerin. "Helmut Schmidt und der Scheißkrieg", eine Biografie über die Jahre 1918 - 1945 von Sabine Pamperrien ist ein bemerkenswertes Sachbuch. Man erfährt - wen wundert´s? - keine Heldengeschichten, sondern eher - sehr ernüchternde - Einblicke in einen bestimmten Lebensabschnitt von Helmut Schmidt. Die Autorin setzt sich detailiiert belegend und kritisch u.a. mit seiner  Selbstdarstellung auseinander, von bestimmten Gräueltaten nichts mitbekommen zu haben und gänzlich unpolitisch gewesen zu sein. Thematisch passte dann auch das nächste Buch: "Nadjas Katze" von Ulrich Ritzel (s.o.). Hinter dem etwas merkwürdigen Titel verbirgt sich ein spannend zu lesender Krimi über ein Verbrechen zum Ende des 2. Weltkrieges, zu dem sowohl der ermittelnde Ex-Kommissar als auch seine Auftraggeberin eine sehr persönliche Beziehung haben. Dann habe ich aufgrund einer Empfehlung eines Buchhändlers "angerichtet" von Herman Koch gelesen. Der Titel ist Programm. Es handelt von zwei Brüdern und deren Frauen und den gemeinsamen Kindern. Man trifft sich in einem Lokal, wo das Essen "angerichtet" ist und unterhält sich - zwischen den Gängen - über das, was man selbst und die Kindern "angerichtet" haben. Leider ist der Anfang etwas "zäh" war, da es über 60 Seiten nur um das Rumgemäkel eines der Gesprächsteilnehmer über das Restaurant und das Essen geht. Dann wird die Geschichte sehr tragisch. Mich lässt der Verhalten der Kinder, und der Umgang der Eltern damit "ratlos" zurück. Einerseits ist alles irgendwie "menschlich verständlich", aber andererseits auch einfach unfassbar. Was ich jedenfalls sagen muss, ist, dass es sprachlich nicht an Benedict Wells herankommt, den ich bei der Suche nach einem neuen Autor als "Maßstab" genannt hatte. "Das Geräusch des Lichts" von Katharina Hagena, deren "Knüllerbuch" (Der Geruch der Apfelkerne) ich bisher nicht gelesen habe, enthält 5 Geschichten, die irgendwie miteinander verbunden sind. Ich habe bloß leider nicht genau verstanden, wie und es hat mich auch leider nicht so richtig interessiert. Ich bin mir nicht sicher, was ich von dem Buch halten soll. Ich würde sagen, muss man nicht gelesen haben, ist aber trotzdem gut geschrieben. Ich bin ja ein großer Fan von Martin Suter (s.o.). Auch das neueste Buch: "Elefant" habe ich an 3 Abenden durchgelesen; aber: Dieses Mal ist mir die Geschichte doch einfach zu "dünn" und in ihren Details teilweise auch zu abstrus. Wie - beinahe immer - geht es auch um den Auf- bzw. Abstieg von Menschen, dieses Mal verbunden mit einer Genmanipulationsgeschichte. Alles - wie immer - sehr flüssig geschrieben, aber nach meinem Eindruck nicht das beste Buch von ihm. Hingegen ist auch der 6. Fall von Volker Kutscher (s.o.): "Lunapark" sehr gut zu lesen, und zwar sowohl als Krimi, als auch als "Geschichtsbuch". Eine wirklich gute Mischung. Auch das Erstlingswerk von Benedikt Wells (s.o.): "Becks letzter Sommer", bestätigt, dass dieser - noch sehr junge Autor - einfach schon damals gut schreiben konnte (die beiden Folgebücher habe ich ja bereits hoch gelobt und haben auch noch mehr "Inhalt" und sind "reifer"). "Widerfahrnis" von Bodo Kirchoff  ist eine "Novelle", also eine kürzere Erzählung von nur einer Geschichte. Dieses Buch wurde mir als lesenswert empfohlen, und ist es auch. Wenn man gemein wäre, könnte man weiter anmerken, dass sich dieses Buch auch deshalb so leicht lesen lässt, da es in sehr großen Buchstaben geschrieben ist. Sicherlich nett, aber richtig begeistert war ich nicht, obwohl die Sprache sehr schön ist. Mir einfach zu wenig Inhalt. Sie wollen wissen, wer und was in Hamburg mit Musik zu tun hat. Dann lesen Sie doch einfach mal Hamburg, deine Perlen - Die einzigartige Musikszene der Hansestadt" von Jürgen Rau; informativ und gut zu lesen. "City on fire" ist eine sehr lesenswerte Geschichte von Garth Risk Hallberg. Bzw. eigentlich sind es mehrere Geschichten, die aber über die handelnden Personen miteinander verbunden sind. Das Buch spielt in den 70er Jahren - mit gut eingebauten Rück- und Vorblicken - in New York und erinnert mich stark an "Stadtgeschichten" von Amistead Maupin, dessen ersten sechs Bände ich - gefühlt - vor Jahrzehnten gelesen und heute noch meine damalige Begeisterung in Erinnerung habe. Irgendeinem Zeitungsartilkel habe ich entnommen, dass "city on fire" das bestbezahlte Skript-debüt eines amerikanischen Romanautors sein soll. Auch wenn dies kein Qualitätsmerkmal ist, bin ich von der Geschichte und dem Schreibstil dieses jungen Autors sehr angetan. Die mehr als 1000 Seiten lassen sich gut lesen, ein richtiger Roman. Ebenfalls gut lesen lässt sich der neue Thriller von Adler Olsen "Selfies". Er kommt aber bei weitem nicht heran an die vorhergehenden 6 Bände mit dem Sonderdezernat Q und Carl Morck (s.o.). Leider möchte ich sagen - da ich die ersten Bände echt klasse fand - scheinen dem Autor die "guten" Geschichten auszugehen. Die 3 oder 4 "Geschichten" dieses Bandes wirken auf mich einfach zu einfach konstruiert. Die eine Person ist in ihrer Geschichte und Motivation ihrer Taten schlicht unglaubwürdig. Sehr Schade. "Gegen den Hass" von Carolin Emcke ist eine sehr gut lesbare und erschütternde Analyse der Brutalisierung nicht nur der Sprache im (un-)menschlichen Umgang. Auch im Hinblick auf die Ereignisse im Zusammenhang mit dem G-20-Treffen in Hamburg sehr aktuell. Nachdem ich die ersten Bände verschlungen habe, bin ich nun sehr gespannt auf "Das Labyrinth der Lichter" von Carlos Ruiz Zafón (s.o.). Mal sehen, wie weit ich in meinem anstehenden Sommerurlaub kommen werde.

Es stehen stehen bzw. liegen dann noch einige weitere Bücher zum Lesen an. In alpabetischer Reihenfolge der Titel: "Die Schwalben fliegen so hoch, dass man sie kaum sehen kann" (mal kein Krimi von Ake Edwardson, s.o.); "Die Terranauten" (dieses Buch von T.C. Boyle (s.o.) wollte ich haben); "Dr. Nerudas Therapie gegen das Böse" (Rafael Yglesias); "Ehre deinen Vater" (Gay Talese); "Unschuld" (und ich versuche es doch noch mal mit einem Buch von Jonathan Franzen (s.o.)). Ich freue mich aufs Lesen und werde jeweils berichten.

________________________________________________________________________________________


Musik höre ich u.a. zur Entspannung, gerne von CD, noch lieber live.

Wer Hamburg – so wie ich – auch wegen des Wassers liebt, dem empfehle ich unbedingt eine Barkassenfahrt auf der Hedi (www.frauhedi.de) mit Live-Musik von Hafennacht e.V. (www.hafennacht-ev.de). Ein maritimer Traum! Ich war im Juni 2016 das dritte Mal an Bord und habe die tolle Verbindung von Hafenrundfahrt und Konzert sehr genossen. Wenn Sie "La Mer" hören wollen, können Sie dies direkt auf der Homepage von Hafennacht e.V.

Falls Sie sich für handgefertigte Manchetten interessieren – teilweise auf den eingestellten Bildern zu erkennen – empfehle ich die Goldschmiedin Sybille Chladek. www.chladek-schmuck.de

Ein Armband ganz besonderer Art (weil verbunden mit der Idee, schenkend Gutes zu tun) finden Sie bei "MON COEUR".

 _________________________________________________________________________________________

Nicht zuletzt: Das freundliche Bild „Engel …“ auf der Begrüßungsseite ist ein Original von Uwe Bender (ein „Schlumper“) und das Bild unten ist ein Original von Klaus Süß. (www.grafikbrief.de)

2Reineke 2a zur Person Empfehlungen 03